Eine glückliche Strategie: 5 Tipps für mehr Wohlbefinden

Unser persönliches Wohlbefinden beschäftigt uns meistens erst, wenn es uns fehlt. Zahlreiche Coaches und Therapeuten haben die Steigerung des Wohlbefindens zu ihrem Beruf gemacht. Doch ist nicht jeder seines Glückes Schmied? Konkret gefragt: Kann man das eigene Wohlbefinden auch selbst optimieren?


In diesem Blog wollen wir eine mögliche Strategie hin zu mehr Wohlbefinden ausarbeiten. Du erfährst nicht nur, was das Easterlin-Paradoxon ist und wie das Potenzial des CBD-Öls mit der Steigerung des Wohlbefindens zusammenhängt, sondern bekommst auch 5 konkrete, erprobte Tipps für mehr Lebenszufriedenheit

Wie entsteht Wohlbefinden? Wie kann es verbessert werden?

Es ist nicht leicht, die Ausgangsfrage zu beantworten, ist Wohlbefinden im Gegensatz zur Lebensqualität doch stark subjektiv. Jeder Forscher gewichtet die Faktoren anders, wobei sie sich meistens überschneiden.


Entscheidend sind wohl Gesundheit, Vertrauen in sich selbst und die eigene Zukunft, Selbstbestimmung, positive Beziehungen sowie das Fehlen von Ängsten, Stress, gesundheitlichen oder psychischen Belastungen.


Die Steigerung von Wohlbefinden ist eine weitaus komplexere Aufgabe, sind die meisten der genannten Faktoren doch schwierig zu ändern. Auch sind sich die meisten Forscher sicher, dass sich das Wohlbefinden bei erwachsenen Menschen kaum verändert. Nun muss man sich unweigerlich die Frage stellen, ob man Glück kaufen kann. Eine Frage, die niemand bejahen möchte und die doch ständig im Raum zu stehen scheint.


Das Easterlin-Paradoxon besagt, dass Reichtum das subjektive Wohlbefinden nicht unbedingt steigert. Geld optimiert das Wohlbefinden lediglich bis zu dem Punkt, an dem alle Grundbedürfnisse gestillt sind. Ab diesem Moment scheint der bloße Konsum seine glücklich machende Wirkung zu verlieren.


Es wird sogar vermutet, dass es genau andersherum ist: Glücklichere Menschen scheinen erfolgreicher im Beruf zu sein und deshalb im Schnitt mehr Geld zu verdienen. Damit nicht genug: Sie scheinen auch seltener an Krebserkrankungen, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Krankheiten zu erkranken.


Neueste Forschungsbefunde behaupten nicht mehr ohne Weiteres, dass äußere Faktoren das Wohlbefinden bedingen. Vielmehr müssen die inneren Faktoren das Auftreten der äußeren begünstigen.


Die inneren Faktoren sind hierbei keinesfalls mit klinischen Befunden wie Depressionen oder chronischen Schmerzen gleichzusetzen. Zahlreiche Psychologen berichten, dass das Wohlbefinden von depressiven Patienten ohne medikamentöse Behandlung verbessert werden konnte, etwa durch Verhaltenstherapie, Naturheilkunde oder Homöopathie.


Es erscheint logisch, dass auch außerhalb der Psychotherapie Möglichkeiten existieren, das eigene Wohlbefinden zu steigern. Nicht umsonst scheuen sich die Glücksforscher davor, das Wohlbefinden auf bloße psychische Affekte zu reduzieren. 


Diese Methoden kennt man unter verschiedenen Namen: Achtsamkeit, Selbstliebe, geistige Entgiftung. All diesen Begriffen ist jedoch eine gewisse Unschärfe gemein. Hinter ihnen verstecken sich dagegen allzu oft sehr konkrete Tipps. Einige von ihnen werden wir Dir nun vorstellen und zu einer Strategie bündeln, um ganz konkret und methodisch zu mehr Wohlbefinden zu gelangen.

Tipp 1: Distress reduzieren

Stress gehört zu den affektiven Aspekten, die sich negativ auf das Wohlbefinden auswirken. Affektiv deswegen, weil es letzten Endes körperliche Reaktionen auf äußere Stressfaktoren sind.


Tatsächlich braucht der Mensch eine bestimmte Art von Stress, um produktiv zu sein, einen gesunden Wettbewerb zu initiieren oder unangenehme Lebenssituationen zu verändern. Diese Art wird deshalb als Eustress bezeichnet. Eustress kann letztendlich zur Endorphinausschüttung und zu mehr Lebenszufriedenheit führen, etwa wenn eine Lebenskrise überwunden oder eine schwierige Aufgabe gelöst wird.


Distress dagegen ist eine gänzlich unproduktive Reaktion auf äußere Stressoren. Glücksgefühle sind ausgeschlossen, stattdessen neigt die unglückliche Person dazu, sich in einer Abwärtsspirale aus Distress zu verfangen. Gründe für Distress liegen oftmals nicht im konkreten Stressfaktor, sondern in psychologischen Grundmustern, die a priori vorhanden sind. Zu ihnen zählen etwa Probleme mit dem Selbstbewusstsein, konstante Überforderung, gesundheitliche oder familiäre Probleme.


Auf Distress reagiert der Körper oftmals mit psychosomatischen Krankheiten, Depressionen oder Burnout. Diese verstärken wiederum den Distress. Länger bekannt ist, dass konstanter Distress auch zu Bluthochdruck führt, der wiederum andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigt.


Die wichtigste Strategie zur Stressminderung ist es natürlich, die Ursachen zu bekämpfen. Konstanter Stress sollte als Aufforderung dienen, den Arbeitsaufwand zu beschränken, sich eine Auszeit zu gönnen und ausgleichenden Tätigkeiten nachzugehen (Schwimmen, Meditation oder Yoga).


Ist der Stresspegel konstant hoch, lohnt sich oftmals der Gang zum Psychologen. Dieser sollte im Idealfall die zugrunde liegenden, fehlerhaften Bewältigungsstrategien erkennen und Anweisungen zur positiven Veränderung geben.


Jüngst ist eine Studie zum Schluss gekommen, dass die Einnahme von CBD zahlreichen Anwenderberichten zufolge zu einer selbst empfundenen Stressminderung führen soll.


Dieselbe Studie liefert auch den Hinweis, dass die Stressminderung vor allem mit der sublingualen Einnahme verbunden ist. Bei dieser tröpfelt man einige Tropfen CBD unter die Zunge, wobei das Cannabidiol durch die Mundschleimhäute statt durch den Magen aufgenommen wird.

Tipp 2: Den Schlaf verbessern

Dass guter Schlaf sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt, ist fast schon eine Binsenweisheit. Überraschenderweise gilt guter Schlaf in der Medizin immer noch als nicht-traditionelles gesundes Verhalten.


Bestimmt hast Du von Ärzten viel öfter den Rat gehört, Sport zu treiben und sich gesund zu ernähren (traditionelles gesundes Verhalten), als gut zu schlafen. Dennoch sind immer mehr Forscher der Meinung, dass sich Schlaf ein mindestens genauso positiver Gesundheitsfaktor ist. Vielleicht ist die leichte Verweigerungshaltung der Medizin gegenüber gutem Schlaf dadurch begründet, dass dieser bloß subjektiv gefühlt, nicht jedoch objektiv gemessen werden kann.


Dass guter und schlechter Schlaf subjektiv ist, bedeutet jedoch keinesfalls, dass er ohne Folgen bleibt: Subjektiv schlechte Schlafqualität wird mit Übergewicht verbunden und scheint psychosoziale Probleme bei Angststörungen zu verstärken.


Zur Verbesserung der Schlafqualität haben sich mittlerweile einige Strategien etabliert:


1. Künstliches Blaulicht, das von technischen Geräten ausgeht, führt zur Ausschüttung von Noradrenalin und Serotonin, die den Körper in Reaktionsbereitschaft versetzen und die Einschlafzeit verlängern. Statt Handynachrichten zu checken oder fernzusehen solltest Du lieber zu einem Buch greifen. Alternativ kannst Du dein Handy auch auf Nachtmodus stellen, wodurch ein wärmeres Licht ausgestrahlt wird.


2. Äußere Helligkeit hat Einfluss darauf, ob Schlafhormone ausgeschüttet werden. In einem dunklen Schlafzimmer lässt sich besser einschlafen.


3. Auch die Temperatur des Raumes wirkt sich positiv oder negativ auf die Schlafqualität aus. Am besten ist eine Zimmertemperatur von ca. 18°C.


Oftmals verbergen sich hinter mangelnder Schlafdauer und -qualität jedoch psychosomatische Störungen, die sich nicht durch eine bloße Umstellung der Routine beheben lassen. Deshalb wird geforscht, ob Naturheilmittel oder z.B. CBD sich langfristig positiv auf den Schlaf auswirken können.


So weisen zahlreiche Studien auf ein mögliches therapeutisches Potenzial von CBD bei psychosomatischen Schlafproblemen hin. Zum Beispiel wird ein solches bei Schlaflosigkeit (Insomnie), Störungen der REM-Phase und chronischer Müdigkeit am Tage vermutet, welche sich negativ auf den nächtlichen Schlaf auswirkt.

Tipp 3: Stelle Dich Deinen Ängsten

Dieser Tipp klingt vielleicht wie etwas aus einem mittelmäßigen Selbsthilfekurs, doch er ist besonders in der heutigen Zeit relevant. Das Robert-Koch-Institut gab bei Angststörungen für 2014 eine Prävalenz von 15,3% an. Fast jeder 6. Deutsche hatte also in seinem Leben bereits Symptome, die auf eine klinisch relevante Angst hinweisen. Angst ist gewissermaßen die neue Volkskrankheit.


Der Unterschied zwischen normaler und übersteigerter Angst liegt darin, wie man mit den Ängsten umgeht. Eine normale Reaktion besteht im Abwägen zwischen der Vermeidungshaltung und dem Zulassen von Risikosituationen. Die beiden Reaktionen sind im Gleichgewicht. Ist das Gleichgewicht gestört, führt die Angst also immer stärker zur Vermeidung, so spricht man von einer Angststörung, da sich die Bewältigungsstrategien von Angst immer stärker zurückbilden.


Falls Du die Beobachtung gemacht hast, dass Angst ein zu starker Faktor in Deinem Leben geworden ist, ist der Gang zum Psychologen empfehlenswert. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Angststörung Dich an deinen Lebensaufgaben hindert. Die Fachfrau oder der Fachmann werden dir dann meist eine Psycho- oder Verhaltenstherapie anbieten können, um den Teufelskreis der Angststörung zu verlassen.


Nun kommt jedoch genauso oft eine etwas schwächere Form vor, bei der ein Mensch voll funktional ist, die Angst die Lebensqualität jedoch erheblich mindert. Sie äußert sich in gelegentlichen Angstzuständen und einer häufig vorkommenden Vermeidungshaltung, in Zukunftssorgen oder vermehrtem Alkoholkonsum. Hier ist die Psychotherapie nur eine der vielen Möglichkeiten.


Besonders interessant ist auch in diesem Zusammenhang das CBD-Öl. So haben Crippa et. al. einen Versuch zur Senkung von subjektiver Sozialphobie durchgeführt. Die Testgruppe, der CBD gegeben wurde, berichtete (im Gegensatz zur Placebo-Gruppe) von einem deutlich abgesenkten Pegel von sozialer Angst. Die Zukunft wird zeigen, inwiefern CBD die Angstsymptome etwa bei generalisierten Angststörungen lindern könnte.

Tipp 4: Schmerzen nicht einfach hinnehmen

Es gibt einige wenige Menschen, die wegen Neuropathien (wie dem CIPA-Syndrom) keinen Schmerz spüren können. Für sie ist das Leben voller Gefahren, ist Schmerz doch primär eine Reaktion, die das Leben des Menschen vor Hitze, Kälte oder Gewalteinwirkung schützt. Die Hormonausschüttung, die man als Schmerz empfindet, ist eine Überlebensstrategie.


Gleichsam kann der Schmerz jedoch auch ein erfülltes Leben zu einem bloßen Überleben machen. Besonders ist dies bei chronischen Schmerzen der Fall. Von diesem spricht man dann, wenn Schmerzsymptome über 3 Monate anhalten.


Starke, aber kurzfristige Schmerzen lassen sich für gewöhnlich mit Schmerzmitteln behandeln. Bei chronischen Schmerzen birgt eine solche Behandlung jedoch die Gefahr, dass die helfenden Analgetika zu einem Suchtmittel werden.


Es ist der Forschung keineswegs klar, warum nur bestimmte Menschen zu chronischen Schmerzen neigen. So entwickelt nach Operationen oftmals nur ein Teil der Patienten chronische Schmerzen, während der andere davon verschont bleibt. Der Grund dafür wird in den psychischen Voraussetzungen des Patienten gesucht, die die Resilienz bedingen. Sprich: Wer eh schon vom Schicksal gebeutelt ist, hat auch ein höheres Risiko, dazu noch chronische Schmerzen auszubilden.


Genau deswegen sollte man Schmerzen nie einfach hinnehmen.


Nicht-pharmazeutische Schmerztherapien erfreuen sich seit einiger Zeit großer Beliebtheit. Der Grund ist klar, schließlich kann eine Massage nicht abhängig machen, ein Opioid hingegen schon. Zu den beliebtesten Therapien gehören die Thermo- und die Elektrotherapie, aber auch die Massage und die Akupunktur.


Das Verhältnis von CBD und Schmerzempfindung ist noch wenig erforscht und hochgradig komplex. So hat die Arthritis Foundation eine Umfrage unter amerikanischen Arthritis-Patienten zu ihrem CBD-Konsum durchgeführt. Interessanterweise berichtet eine Mehrheit der befragten CBD-Anwender, dass CBD ihre körperliche Funktionsfähigkeit/Tüchtigkeit verbessert, über 40% berichten von einer Verbesserung des Wohlbefindens.


Ähnlich komplex ist übrigens auch das Verhältnis von Wohlbefinden und Schmerz. Es gibt Hinweise darauf, dass diese durchaus getrennt zu sehen sind. Menschen könnten trotz chronischer Schmerzempfindungen auf eine Verbesserung der Lebensqualität und des Wohlbefindens hoffen. Nicht umsonst ist auch die Psychotherapie eine beliebte Schmerztherapie.

Tipp 5: Nicht aufgeben

Dieser Tipp ist schon in allen Tipps davor enthalten. Du kannst dich erinnern, wie große Angst nur noch zu mehr Angst führt? Wie unverarbeitete Schicksalsschläge chronischen Schmerz begünstigen können? Dass glückliche Menschen auch reicher sind, gesünder und länger leben?


Deshalb ist der letzte Tipp der Anfang einer Strategie. Wohlbefinden erfordert nämlich höchste Konzentration, Widerstandskraft und Organisationsfähigkeit. 


Sich selbst im Griff haben bedeutet auch, das eigene Wohlbefinden im Griff zu haben. Natürlich ist es nie ganz möglich. Hier zählt der Wille zum Glück jedoch mehr als alle Gene, Schicksalsschläge oder das Alter.