Wie ist die Wirkung von CBD?

Wie wirkt CBD?

Produkte mit dem Cannabinoid Cannabidiol (CBD) finden seit einiger Zeit sehr viel Aufmerksamkeit bei gesundheitsbewussten Menschen. Viele Anwender berichten von sehr positiven Erfahrungen mit der Substanz, die in den meisten Fällen in Verbindung mit einem Trägeröl angeboten wird.

Was ist Cannabidiol und wie lassen sich potenzielle Wirkungen des Stoffes erklären? In diesem Beitrag stellen wir Ihnen das Cannabinoid näher vor. Dabei erfährst Du auch, wie sich verschiedene Produkte mit Cannabidiol unterscheiden lassen und welche Stoffe im Umfeld der Substanz noch einen möglichen gesundheitlichen Effekt haben können.

CBD Anwendung

Was ist CBD?

Cannabidiol ist ein sogenanntes Phytocannabinoid und gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sekundäre Pflanzenstoffe sind Pflanzenschutzstoffe. Die Pflanze setzt sie gegen schädliche Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung, Schädlinge und Fressfeinde ein.

Viele sekundäre Pflanzenstoffe sind für den Menschen zuträgliche Substanzen, die nach derzeitigem Forschungsstand sogar häufig die menschliche Gesundheit unterstützen können. Ebenso sind in diesem Bereich aber auch verschiedene Pflanzengifte zu finden.

Es sind noch nicht alle sekundären Pflanzenstoffe identifiziert und abschließend erforscht worden. Einige typische Vertreter wie Flavonoide und Carotinoide sind gesundheitsbewussten Menschen über bestimmte Lebenmittel oder Nahrungsergänzungen vielleicht schon ein Begriff. Sie tauchen des Öfteren in diesem Zusammenhang auf.

Der Ursprung von Cannabidiol

Cannabinoide entstehen überwiegend in den verschiedenen Arten der Cannabispflanze als Umwandlungsergebnisse aus der Pflanzenstoffgruppe der Terpenphenole heraus. Auf Cannabis geht auch ihr Name zurück.

Über 60 verschiedene Cannabinoid-Arten konnten in Cannabispflanzen bisher identifiziert werden, wobei die Substanzen Cannabidiol und Tetrahydrocannabinol (THC) die bisher bekanntesten sind. Auf diese beiden Stoffe konzentriert sich zurzeit auch die wissenschaftliche Forschung.

In den Blättern und Blüten von Cannabis sind verschiedene Vertreter der Gesamtstoffgruppe Terpene und Vorstufen der Cannabinoide wie beispielsweise CBDA nachgewiesen worden. Verschiedene biochemische Prozesse führen dazu, dass aus den Vorstufen wie CBDA das Cannabidiol entsteht.

Die Substanz kann heute auch synthetisch hergestellt werden. Neben den Cannabinoiden konnten Wissenschaftler bisher insgesamt rund 480 verschiedene Pflanzensubstanzen in Cannabispflanzen nachweisen.

Die beiden bekanntesten Cannabinoide und ihre wesentlichen Eigenschaften

Viele Menschen verbinden mit dem Stichwort Cannabis in erster Linie rauscherzeugende Substanzen wie Marihuana. Die rauscherzeugende Wirkung von Haschisch und Marihuana geht im Wesentlichen zurück auf das Cannabinoid Tetrahydrocannabinol (THC).

Unterschiedliche Cannabispflanzen enthalten unterschiedlich hohe Mengen an Tetrahydrocannabinol und Cannabidiol. Marihuana wird aus Cannabis indica gewonnen, diese Pflanze ist reich an Tetrahydrocannabinol. Dagegen ist Nutzhanf (Cannabis sativa) arm an THC und enthält überwiegend das nicht psychoaktive und nicht suchterzeugende Cannabidiol.

In der EU und vielen weiteren Ländern werden deshalb auch nur Nutzhanfpflanzen zur Zucht und Verwendung zugelassen, deren THC-Gehalt 0,2 % nicht übersteigt. Obwohl sich beide Cannabinoide auf den ersten Blick deutlich voneinander zu unterscheiden scheinen, was ihre Wirkung und Zusammensetzung angeht, haben sie jedoch eine wesentliche Eigenschaft gemeinsam.

Diese werden wir in einem weiteren Abschnitt dieses Beitrags kennenlernen. Zunächst sehen wir uns an, wie aus den Cannabispflanzen, genauer gesagt ihren Blüten und Blättern der Cannabidiol Extrakt gewonnen wird.

Die Herstellung von CBD Produkten

Wir haben bereits erfahren, dass sich in der Nutzhanfpflanze ursprünglich Vorstufen von Cannabidiol wie CBDA nachweisen lassen. CBDA ist eine Säure, die erst durch Erhitzung in Cannabidiol umgewandelt wird. Getrocknete Nutzhanfpflanzen werden einem Extraktionsprozess unterworfen.

Für die Herstellung von CBD Ölen sind vor allem die Blüten der weiblichen Hanfpflanze interessant. Hier findet sich der weitaus größte Anteil der Cannabinoide. Es stehen verschiedene Extraktionsmethoden zur Verfügung.

Wie wirkt CBD?

Die Extraktion mit CO2

Als besonders schonend hat sich die CO2-Extraktion erwiesen. Daneben kann Cannabidiol auch durch Erhitzung, mit Öl, über Wasserfiltration oder durch den Einsatz von Lösungsmitteln wie Alkohol aus den Pflanzenteilen gewonnen werden.

Die Hersteller von Cannabidiol setzen für die CO2-Extraktion sogenanntes überkritisches Kohlendioxid ein. Diese Substanz hat in dem Vorgang die Wirkung eines Lösungsmittels, ohne dessen Nachteile zu haben. Herkömmliche Lösungsmittel wie Alkohol oder andere chemische Substanzen können Rückstände in dem fertigen Extrakt hinterlassen.

Darüber hinaus sind viele dieser Lösungsmittel sehr leicht entzündlich, was den Herstellungsprozess risikoreicher gestalten kann. Überkritisch bezogen auf das Kohlenstoffdioxid heißt, dass es sich in einem Zwischenzustand von Flüssigkeit und Gas befindet.

Was die Dichte angeht, verhält sich überkritisches CO2 wie eine Flüssigkeit und von seiner Konsistenz her wie ein Gas. Überkritisches CO2 entsteht durch festgelegte Druck-sowie Temperaturverhältnisse. Die Temperatur liegt dabei über 30,980 °C, der Druck bei über 73,75 bar.

Diese Verhältnisse erreichen schonend den größten Ertrag. Diese Herstellungsweise wird auch deshalb als besonders bewertet, weil verschiedene Begleitstoffe - andere sekundäre Pflanzenstoffe in der Umgebung von CBBA - dabei nicht zerstört, sondern erhalten werden.

Herstellungsprozess in mehreren Abschnitten

Die Extraktion durchläuft mehrere Schritte. In einem ersten Schritt kommt es zu einer Erhitzung der Pflanzenteile auf eine Temperatur von 100-150 °C. Dadurch tritt ein Prozess ein, der als Decarboxylierung bezeichnet wird. Die Carbonsäure (CBDA) wird hierbei in das Cannabidiol umgewandelt.

Über eine Komprimierungsstufe und eine Trennungsstufe können unerwünschte Substanzen aus dem fertigen Extrakt ausgesondert werden. Es entsteht ein fertiger Extrakt, der frei von Lösungsmitteln ist. Für die gängigen Öle wird jetzt ein hochwertiges Trägeröl, zum Beispiel Hanföl mit dem Extrakt gemischt.

Andere Stoffe im Umfeld von Cannabidiol

Mit der CO2-Extraktion lassen sich weitere wertvolle Pflanzenbestandteile wie andere sekundäre Pflanzenstoffe im Extrakt erhalten. Wirkt sich ein Extrakt mit diesem zusätzlichen Pflanzenstoffen anders aus als ein reiner Extrakt mit Cannabidiol?

Diese Frage haben sich auch verschiedene Wissenschaftler gestellt. Ihre Erkenntnisse weisen darauf hin, dass verschiedene andere Pflanzenstoffe, die in der Umgebung der Cannabinoide in der Pflanze vorkommen, teilweise ein synergetische Wirkung mit den Cannabinoiden entfalten können.

Dieser Effekt wird als Entourage-Effekt bezeichnet. Öle, die neben den Cannabinoiden auch andere Pflanzenstoffe aus der Cannabispflanze enthalten, heißen Vollspektrum Öle.

Bei ihnen gehen Experten davon aus, dass sich die Wirkungen der verschiedenen Pflanzenstoffe und damit auch der Cannabinoide untereinander gegenseitig verstärken.

Anders ausgedrückt beschreibt der Entourage-Effekt dieses Prinzip:

Die ganze Pflanze wirkt intensiver als ein isolierter Stoff aus der Pflanze. Ähnliches ist uns aus der Ernährung bekannt. Hier wirkt bekanntlich der Verzehr eines ganzen Apfel anders als die Aufnahme der isolierten Vitamine und anderen Mikronährstoffe aus der Frucht.

Weitere Pflanzenstoffe mit eigenen Effekten

Terpene, Flavonoide und weitere Cannabinoide sind die wichtigsten Begleitstoffe von Cannabidiol. Du fragst Dich jetzt: Was sind Terpene? Sie bilden neben den Cannabinoiden eine Stoffgruppe, die mit zahlreichen Vertretern in Cannabispflanzen vorkommen.

Sie haben so schillernde Bezeichnungen wie Limonen, Myrcren oder Alpha-Pinen. Die Bezeichnung Limonen erinnert hier nicht umsonst an Limonen und andere Zitrusfrüchte. Limonen kommt nicht nur in der Cannabispflanze, sondern auch in den Schalen von Zitrusfrüchten vor.

Verschiedene Studien sprechen Limonen unter anderem eine anti-entzündliche Wirkung zu.

Auch ein weiteres, in Cannabispflanzen enthaltenes Terpen mit dem Namen Linalool kann entzündungshemmend wirken. Ebenso werden Linalool entspannende Wirkungen zugeschrieben. Noch sind nicht alle möglichen positiven Effekte der weiteren sekundären Pflanzenstoffe in Cannabispflanzen abschließend erforscht.

Das ein oder anderen Terpen steht dabei weiterhin im Mittelpunkt eines besonderen Interesses. Ob dabei die Begleitstoffe der Cannabinoide in den Pflanzen tatsächlich über den Entourage-Effekt wirken, ist noch nicht abschließend geklärt.

Möglicherweise verstärken sie auch einfach potenzielle Eigenschaften der Cannabinoide durch ein eigenes Wirkpotenzial. Das deutet eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2020 an.

Eine mögliche Wirkverstärkung der Vollspektrum-Öle ergebe sich dann über die summierten mit Blick auf begleitende Pflanzen Einzelwirkungen der unterschiedlichen Substanzen.

Wie wirkt CBD Öl?

Öl ist nicht gleich Öl

Mit Blick auf begleitende Pflanzenstoffe, die durch schonende Extraktion beispielsweise mit überkritischem Kohlendioxid erhalten bleiben, ergeben sich potenzielle Qualitätsunterschiede bei unterschiedlichen Ölen mit Cannabidiol.

Auch die Qualität des Trägeröls ist eine entscheidende Komponente, die über die Qualität des gesamten Produkts entscheidet. Viele Hersteller setzen hier hochwertiges Hanföl als Trägerstoff ein. Hanföle sind nicht mit den Cannabidiol-Ölen zu verwechseln.

Auch Hanföl wird aus dem Nutzhanf gewonnen. Hierbei werden aber zur Gewinnung hochwertigen Öls die Samen der Pflanze kalt gepresst. Hanfsamenöl ist seit alters her ein besonders hochwertiges Speiseöl. Es weist eine einzigartige Zusammensetzung insbesondere spezieller Fettsäuren auf, die der menschlichen Gesundheit allgemein zuträglich sind.

Wird Cannabidiol Extrakt mit Hanfsamenöl kombiniert, kannst Du auch von den Fettsäuren und weiteren Mikronährstoffen im Hanfsamenöl profitieren. Auch sensorisch - geschmacklich und vom Geruch her - harmoniert das Hanföl gut mit dem Cannabinoid Extrakt.

Es ist nicht zwingend notwendig, Hanfsamenöl als Trägeröl einzusetzen. Hier kommen auch andere Speiseöle wie etwa Olivenöl in Betracht.

Qualitativ hochwertige Vollspektrum-Öle setzen aber in der Regel auf das wertvolle Hanföl. Insgesamt bist Du mit einem Vollspektrum-Produkt qualitativ und vom Preis-Leistungs-Verhältnis in der Regel besser bedient als mit Produkten, die einen isolierten Cannabidiol Extrakt aufweisen.

Welches Geheimnis steckt hinter dem Endocannabinoid-System?

Wir haben festgestellt, dass verschiedene Begleitstoffe der Cannabinoide in Cannabispflanzen nach derzeitigem Kenntnisstand eigene Wirkprofile aufweisen. Wie aber lässt sich die Wirkung der Cannabinoide selbst erklären?

Als die Cannabinoide in Hanfpflanzen nachgewiesen wurden, weckten sie das Interesse vieler Wissenschaftler. Diesen war insbesondere die psychoaktive Wirkung von Tetrahydrocannabinol nicht verborgen geblieben und sie wollten herausfinden, wie diese i menschlichen Körper erzeugt wird.

Dabei machten sie eine revolutionäre Entdeckung. Der menschliche Körper verfügt natürlicherweise über Botenstoffe, die in ihrem chemischen Aufbau und auch in ihrer potenziellen Wirkung auf unterschiedliche Funktionsbereiche im menschlichen Nervensystem den Cannabinoiden aus der Cannabispflanze sehr ähnlich sind.

Diese Botenstoffe interagieren dabei mit besonderen Stellen im menschlichen Körper (Rezeptorstellen). Sie passen von ihrer chemischen Oberfläche her zu bestimmten Rezeptoren wie ein Schlüssel in ein Schloss.

Dieses Zusammenwirken von Botenstoffen und Rezeptoren bezeichnet die Wissenschaft als Endocannabinoid-System, die körpereigenen Botenstoffe als Endocannabinoide.

Interaktion der Phytocannabinoide mit dem Endocannabinoid-System

Die Endocannabinoide und die Pflanzencannabinoide aus den Cannabispflanzen sind sich so ähnlich, dass Cannabinoide wie THC und CBD ebenfalls mit dem Endocannabinoid-System interagieren können. Diese Erkenntnis bietet den Erklärungsansatz dafür, wie Cannabinoide im menschlichen Körper aktiv werden können.

Genau wie die körpereigenen Botenstoffe (Neurotransmitter) verbinden sie sich mit bestimmten Rezeptorstellen. Dabei werden so unterschiedliche Bereiche wie Schmerzempfindung, die Schlafeinleitung und viele weitere körperliche Bereiche über Cannabinoide beeinflussbar.

Je nachdem, mit welchem Rezeptor sie sich verbinden, können die Cannabinoide eine verstärkende wie auch abmilderne Wirkung entfalten. Mediziner und Wissenschaftler sprechen bei einer verstärkten Wirkung von einem agonistischen Effekt, bei einer abmildernden Wirkung von einem antagonistischen Effekt.

Die Wirkung von Cannabisiol

Zwei Rezeptoren besonders im Fokus

Das Endocannabinoid-System ist insbesondere Teil des menschlichen Nervensystems. Hier befinden sich vor allem im Rückenmark und in den Nervenzellen des Gehirns die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2.

CB1 Rezeptoren finden sich außerdem im menschlichen Darm, im Herz sowie in den Blutgefäßen. CB2 Rezeptoren befinden sich außerhalb von Rückenmark und Nervenzellen des Gehirns im menschlichen Immunsystem sowie an Zellen, die am Knochenaufbau beteiligt sind.

Die beiden bekannten Cannabinoide THC und CBD interagieren unterschiedlich mit den Rezeptoren CB1 und CB2.

Aktivitäten der Cannabinoide an den Cannabinoid-Rezeptoren

Isoliert betrachtet, bindet Cannabidiol allgemein agonistisch an beide Rezeptoren, dabei allerdings schwächer an den Rezeptor CB1. Bei dieser isolierten Betrachtungsweise wird zunächst geprüft, wie sich Cannabidiol verhält, wenn keine anderen Botenstoffe aktiv sind.

Es sind auch Situationen bekannt geworden, in denen die Substanz Rezeptoren komplett blockiert. Die genauen Zusammenhänge dieser Erscheinung konnten noch nicht geklärt werden. Interessant ist, dass Cannabidiol körpereigene Botenstoffe hemmt, die sich mit CB1 agonistisch verbinden.

Im Ergebnis hemmt das Cannabinoid damit verstärkende Einflüsse auf den CB1 Rezeptor. Daraus lässt sich auch erklären, wie beispielsweise Cannabidiol starke Nebenwirkungen von Tetrahydrocannabinol mildern kann.

Während Tetrahydrocannabinol sich direkt verstärkend mit dem Rezeptor CB1 verbindet, schwächt Cannabidiol die Wirkung des anderen Cannabinoids ab und kann so modulierend (ausgleichend) wirken.

Neue Hoffnung bei zu hohem Blutdruck?

Ein weiterer Rezeptor, der zunächst nicht direkt mit den Cannabinoiden-Rezeptoren CB1 und CB2 in Verbindung gebracht wird, ist GPR55. Dieser Rezeptor, der mit verschiedenen Prozessen bei der Umwandlung von Proteinen in Verbindung gebracht wird, konnte noch nicht abschließend erforscht werden.

Er wird aber als neuartiger Cannabinoide-Rezeptor in Betracht gezogen. Cannabidiol wirkt hier antagonistisch. Forschungen in diesem Bereich bringen den Rezeptor insbesondere im Zusammenhang mit einer möglichen erwünschten Senkung des Blutdrucks.

Ein Durchbruch in der Forschung konnte jedoch hier noch nicht eindeutig erzielt werden.

Wo wirken Endocannabinoide?

Tetrahydrocannabinol wird in Form von medizinischem und verschreibungspflichtigem Medizinalcannabis bei verschiedenen Erkrankungen und Symptomen wie Schmerzen eingesetzt.

Für Cannabidiol konnten in einigen ersten Untersuchungen folgende potenzielle Einsatzbereiche identifiziert werden:

  • Chronische Schmerzen zum Beispiel bei Arthritis
  • Diabetes mellitus
  • Alkoholismus
  • Multiple Sklerose
  • Schizophrenie
  • Psychische Probleme wie Posttraumatische Belastungsstörung, Depressionen und Angsterkrankungen
  • Infektionen, die nicht auf gängige Antibiotika ansprechen
  • Verschiedene Epilepsieformen wie das Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom

Nicht alle potenziellen Wirkbereiche konnten dabei bis jetzt durch aussagekräftige Studien unterlegt werden.

Wie wirkt CBD? Die aktuelle Studienlage

Unter anderem konnten wissenschaftliche Studien belegen, dass Cannabidiol:

Wie wirkt CBD?

Warum CBD und nicht THC?

Die Vorteile von CBD liegen auf der Hand. Das Cannabinoid ist ebenso wie THC in der Lage, mit dem Endocannabinoid-System im menschlichen Körper zu interagieren. Dabei wirkt es aber zumindest in der Darreichungsform als Öl über die orale Einnahme zuverlässig nicht psychoaktiv und macht nicht süchtig.

Es wird bei seiner Aufnahme nicht von den teilweise erheblichen Nebenwirkungen einer Anwendung von Tetrahydrocannabinol wie Übelkeit berichtet. Cannabidiol erweist sich im Vergleich als schonendes und sanftes Cannabinoid mit in vielen Bereichen ähnlich effektiven Wirkungen wie Tetrahydrocannabinol.

Der gesamte mögliche Nutzen von Cannabidiol ist heute noch nicht vollständig erkannt und erforscht worden. Obwohl der rechtliche Status von Substanz nicht eindeutig geklärt ist, unterfallen jedenfalls Öle mit Cannabidiol nach derzeitigem Stand nicht dem Betäubungsmittelgesetz.

Diese Produkte sind zurzeit als Nahrungsergänzungsmittel insbesondere online in größerer Auswahl von verschiedenen Anbietern erhältlich. Auch das ist ein großer Vorteil für Selbstanwender, die hier eigene Erfahrungen mit Cannabidiol machen können und wollen.

Wie wirkt CBD?

Erst vor kurzem wurde begonnen, Cannabidiol unabhängig von Tetrahydrocannabinol zu betrachten und das ganz eigene Wirkungspotenzial dieser Substanz näher zu erforschen. Fest steht bisher, dass dieses Cannabinoid aus der Cannabispflanze in vielen Bereichen unsere Gesundheit unterstützen kann.

Wir nutzen gern die Vorteile von CBD in der seiner Wirkung auf den menschlichen Körper. Dabei bleiben die typischen Nachteile von Tetrahydrocannabinol wie Psychoaktivität, Suchterzeugung, Nebenwirkungen und ein zu problematischer rechtlicher Status bei Cannabidiol außen vor.

Es berichten immer mehr Anwender über die positiven Erfahrungen, die sie mit einem hochwertigen CBD-Öl machen. Viele dieser Effekte werden zunehmend auch durch wissenschaftliche Studien bestätigt. Dabei ist noch nicht abzusehen, welches weitere Wirkpotenzial sich hinter Cannabidiol verbirgt.

Hier muss die Wissenschaft unter anderem noch weitere Rezeptorstellen im Endocannabinoid-System neben den bisher bekannten identifizieren. Cannabidiol könnte als Nahrungsergänzungsmittel und auch medizinische Anwendung noch eine weitaus größere Zukunft haben als wir bisher annehmen.

Besonders spannend ist dabei, dass die Cannabinoide mit einem natürlichen System wie dem Endocannabinoid-System interagieren als wären sie körpereigene Stoffe.

Von Cannabinoiden ist noch viel zu erwarten

An dieser Stelle zeigt sich, welche interessanten Substanzen in Pflanzen wie in Hanfpflanzen versteckt sind. In der Cannabispflanze sind noch viele weitere Cannabinoide zu entdecken und zu erforschen.

Vielleicht verfügen wir neben THC und CBD in einigen Jahren noch über viele andere interessante Cannabinoide, die im menschlichen Endocannabinoid-System wirken. Auch werden wir noch genauer verstehen, welcher Stoff genau in unserem Körper wie wirkt.

Bis dahin hat Cannabidiol eine Reihe attraktiver Eigenschaften und ein spannendes, breites Wirkungsprofil. Das ist auch und gerade in der Selbstanwendung für viele von uns mehr als interessant.

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Über die Autorin Jennifer Schneider
Jennifer Schneider
Diplom-Gesundheitsökonomin, Fachjournalistin für Gesundheit & Medizin, CBD-Expertin Jennifer Schneider schloss 1999 ihre Ausbildung als Ernährungsberaterin ab und arbeitete freiberuflich als Ernährungscoach. Aufgrund ihres großen Interesses an einem gesunden Lebensstil, alternativer Medizin und Botanik entschied sie sich im Jahr 2001 dazu, Ökonomie mit den Schwerpunkten Gesundheitswesen und Gesundheitsökonomie zu studieren. Bereits während des Studiums beschäftigte sie sich viel mit Pflanzen, Pflanzenstoffen und deren potenzieller Wirkung auf den menschlichen Körper. Dabei stand für sie vor allem die Gesundheit und das steigernde Wohlbefinden von Menschen im Fokus. Durch verschiedene Kurse wurde sie auf Cannabispflanzen aufmerksam und erkannte das große Potenzial von CBD. Seit 2015 trägt Jennifer ihr Wissen und ihre jahrelange Erfahrung in den Bereichen Gesundheit, Medizin und Ökonomie in Form von hochwertigen Artikeln, beispielsweise für Wolley zusammen.