Kontrollierter Hanfanbau von Cannabis

Hanfanbau und CBD Produkte - das solltest Du wissen

Seitdem CBD Öl mit dem Cannabinoid Cannabidiol buchstäblich in aller Munde ist, interessieren sich auch viel mehr Menschen für die Pflanze hinter der Bezeichnung Cannabis und für den Hanfanbau. Nur wenigen von uns ist geläufig, dass Hanf eine besonders alte Kulturpflanze ist.

Fasern und das aus den Samen gewonnene Hanföl zählen schon seit langem zu den Produkten, die aus der Hanfpflanze gewonnen werden können. Wir stellen Dir in diesem Beitrag die Hanfpflanze etwas näher vor. Warum Du dennoch nicht auf die Idee kommen solltest, einfach hinter Deinem Garten ein Feld mit Nutzhanf anzulegen, erklären wir Dir auch.

Fakten zum Hanfanbau

Die Cannabispflanze und ihre Kultur

Hanfpflanze ist nicht gleich Hanfpflanze. Indischer Hanf mit dem Zusatz indica und Nutzhanfsorten, die den Zusatz sativa tragen, unterscheiden sich unter anderem in der Zusammensetzung ihrer Pflanzenstoffe.

Nutzhanf enthält überwiegend CBD, während die Indica-Sorten reich an dem Cannabinoid THC sind. THC ist die sucht- und rauscherzeugende Komponente in Haschisch und Marihuana. Hanfpflanzen anbauen heißt deshalb in unseren Breiten immer, dass es um den legalen Anbau von Nutzhanfsorten geht.

Wir werden allerdings noch sehen, dass auch diese Cannabispflanzen nicht ohne weiteres von jedermann kultiviert werden dürfen. Bei ihnen liegt zwar in der Regel bereits zuchtbedingt der Gehalt an THC unter den gesetzlich vorgeschriebenen 0,2 %.

Dennoch ist die Kultur von Hanfpflanzen in Deutschland und Europa regelmäßig streng reguliert. Das war nicht immer so in der Geschichte des Hanfanbaus. Auf der anderen Seite war in manchen Zeiten die Kultur aller Hanfsorten vollständig untersagt.

Wir schauen uns die Historie der Hanfpflanzen in einem weiteren Abschnitt noch etwas genauer an. Zunächst einmal geht es um die botanischen Eigenschaften dieser interessanten Pflanzen.

Die Hanfpflanze und ihre Botanik

Ihren Ursprung haben Hanfpflanzen in Zentralasien. Genau lässt sich das nicht mehr zurückverfolgen, weil seit Tausenden von Jahren das Verbreitungsgebiet der Pflanze größer wurde. Heute sind Hanfpflanzen weltweit vertreten und das in kultivierter und in verwilderter Form.

Ideale bis erträgliche Bedingungen finden Hanfpflanzen dabei in den gemäßigten bis subtropischen Zonen der Erde. Meist sind Hanfpflanzen einjährig und erreichen je nach den Wuchsbedingungen sehr unterschiedliche Wuchshöhen.

Sie bilden eine Pfahlwurzel aus, die ziemlich weit in die Erde hineinreicht. Cannabispflanzen schätzen feuchten Boden, in dem sich die Nässe aber nicht staut. Sie wollen gut mit Nährstoffen versorgt sein. Unter diesen Bedingungen sind Wuchshöhen von bis zu 5 m keine Seltenheit.

Der klassische Faserhanf wächst dabei in aufrechter Form. Verwilderte Pflanzen verzweigen sich nach oben hin. Cannabispflanzen haben die Besonderheit, dass sie zweihäusig getrenntg-eschlechtlich sind. Die männlichen und die weiblichen Pflanzen sind voneinander getrennt, also unterschiedliche Pflanzen.

Das ist für die Kultur besonders interessant, weil für die Gewinnung von Cannabidiol nur die Blütenblätter der weiblichen Pflanzen maßgeblich sind. Die weiblichen und die männlichen Blüten unterscheiden sich tatsächlich auch wesentlich in ihrem Aussehen voneinander.

Die einen haben gelbe Blüten, die anderen grüne. Außerdem haben die Blütenstände unterschiedliche Formen. Bestäubt werden Cannabispflanzen über den Wind.

Woher kommt das Cannabidiol?

Die weiblichen Hanfpflanzen weisen haarähnliche Strukturen auf Tragblättern und Kelchblüten auf. Experten bezeichnen diese Strukturen als sogenannte Trichome. Sie sondern über eine harzartige Substanz Cannabinoide wie Cannabidiol, THC und auch sekundäre Pflanzenstoffe wie Terpene ab.

Diese Substanzen liegen häufig nicht in ihrer endgültigen Form vor und müssen noch über einen Extraktionsprozess herausgelöst werden. Es gibt verschiedene Methoden, Cannabinoide und andere Substanzen aus den Pflanzenteilen herauszulösen.

Besonders bewährt und schonend ist die CO2 Extraktion. Bei ihr verbleiben im Gegensatz zu anderen Extraktionsmethoden keine Lösungsmittel im fertigen Extrakt. Außerdem bleiben bei dieser Methode Begleitstoffe der Cannabinoide im Cannabidiol Extrakt erhalten.

Hier kann das besonders hochwertige Vollspektrum Cannabidiol entstehen, dass wir an weiterer Stelle noch näher kennenlernen werden.

Hanf und Cannabis anbauen

Warum werden Hanfpflanzen heute kultiviert?

Hanfbauern interessieren sich für 3 Produkte aus der Hanfpflanze. Hier geht es um die Hanfsamen, um Hanffasern und um Cannabidiol. Hanfsamen bilden die Grundlage des hochwertigen Hanfsamenöls. Dieses wertvolle Speiseöl wird durch Kaltpressung aus den Samen gewonnen.

Es ist besonders reich an wertvollen Fettsäuren und verschiedenen Mikronährstoffen. Deshalb betrachten viele Menschen es als einen möglichen Bestandteil einer gesunden Ernährung. Hanföl oder Hanfsamenöl bildet häufig auch das Trägeröl für den nach der Extraktion kristallinen, körnigen oder pulvrigen Cannabidiol Extrakt.

Zur besseren Aufnahme wird der Extrakt mit einem Öl vermischt. Hanfsamenöl harmoniert perfekt mit Cannabidiol durch das Hanfaroma und bietet zusätzliche Vorteile über seine einzigartige Fettsäuren-Zusammensetzung für die Gesundheit der Nutzer. Es lassen sich auch andere Trägeröle einsetzen.

Alles Bio oder nicht?

Grundsätzlich eignen sich Cannabispflanzen gut für die Bio-Kultur. Hanfbauern wissen, dass diese Pflanzen keine großen Ansprüche an die Vorfrucht im Fruchtwechsel haben. Sie sind normalerweise auch sehr robust und nicht besonders anspruchsvoll.

Allerdings reagieren sie auf Staunässe und Verdichtung des Bodens schlecht. Zwischen den einzelnen Kulturen empfehlen Bio-Hanfbauern eine dreijährige Pause. Was Pflanzenkrankheiten angeht, wird die Hanfpflanze vor allem von Boytritis bedroht.

Dabei handelt es sich um eine Pilzart, deren eine Unterart im Weinanbau für die Edelfäule verantwortlich ist. Hanfpflanzen sind im Übrigen eine gute Vorfrucht für Weizenanbau.

Die Herausforderungen beim Hanfanbau von Nutzhanf

In einem gewissen Sinn stellt es für Hanfbauern eine Herausforderung dar, dass sie bei der Auswahl der für die Kultur vorgesehenen Hanfpflanzen bereits das Endprodukt im Auge haben müssen. Ist dieses Endprodukt Cannabidiol, kultivieren Sie ausschließlich weibliche Pflanzen.

Geht es um die Fasern, muss es sich um sehr aufrecht stehende Pflanzen handeln, da sich die Hanffasern im Stängel der Pflanze befinden. Hanffasern können inTextilien, für Seile und Schnüre, in der Papierherstellung, als Isoliermaterial, als Formteile in der Autoindustrie und in vielen weiteren Bereichen eingesetzt werden.

Am unkompliziertesten ist die Kultur der Pflanzen für die Samengewinnung. Hier muss keine so sorgfältige Vorauswahl erfolgen. Anspruchsvoll hingegen ist die Ernte der Samen. Diese erfolgt maschinell mit Mähdreschern, die einen modifizierten Aufbau haben, um nur den oberen Teil der Pflanze zu erfassen.

Hier kann es immer wieder passieren, dass sich Pflanzenteile um die Trommel wickeln und eine Verstopfung bilden. Hanföl bildet nicht nur ein vorzügliches Speiseöl, es wird auch für Farben, Kreiden und in der Kosmetik eingesetzt.

CBD Öl aus Hanfsamen

Der regulatorische Rahmen beim Hanfanbau

Eine Herausforderung anderer Art für Hanfbauern ist die strenge Regulierung des Hanfanbaus. Im Hintergrund steht dabei, dass in keinem Fall Hanfsorten angebaut werden sollen, die reich an THC sind und damit als Grundlage für Drogen gelten könnten.

Deshalb muss bereits bei der Auswahl der kultivierten Hanfsorten darauf geachtet werden, dass deren THC-Gehalt unter 0,2 % bleibt. Derzeit sind rund 60 zugelassene Sorten bekannt, die diese Voraussetzung erfüllen. Schauen wir einmal in die Geschichte der Hanfkultur zurück.

Immerhin reicht ein einen China gefundenes Textilfragment in die Zeit der Zhou-Dynastie. Diese erstreckte sich in China auf einen Zeitraum zwischen 1122-770 v. Chr.

Hanfpflanzen haben Ihren Weg nach Europa bereits in vorchristlichen Zeiten gefunden. Hanfpflanzen waren zeitweilig besonders im ausgehenden Mittelalter neben Flachs die dominierenden Industriepflanzen.

Dann der vollständige Einbruch: 1929 wurde der Anbau von Hanfpflanzen in Deutschland in jeder Form untersagt. Noch in den 1850er Jahren erstreckte sich der Anbau von Nutzhanf beispielsweise in Frankreich auf 100.000 ha Landfläche.

Der innovative Autobauer Henry Ford konstruierte in den 1940er Jahren in den USA ein Auto, das einschließlich Treibstoff auf der Basis von Hanfpflanzen gefertigt wurde. In Deutschland und vielen europäischen Ländern sind Nutzhanfpflanzen seit Mitte der 1990er Jahre wieder im Kommen.

Seit dieser Zeit darf die Kultur auch unter bestimmten rechtlichen Voraussetzungen erfolgen.

Welche rechtlichen Voraussetzungen gelten für den Hanfanbau?

Noch einmal sei betont, dass in diesem Zusammenhang immer Nutzhanf gemeint ist. Eine Voraussetzung haben wir schon kennengelernt, der Gehalt an THC muss unter 0,2 % bleiben.

Landwirte, die sich der Kultur der Cannabispflanzen widmen wollen, müssen Mitglieder der landwirtschaftlichen Sozialversicherung sein. Diese Auflage könnte unter anderem damit zu tun haben, dass solche Landwirte als besonders zuverlässig erachtet werden.

Sie hat an sich nichts mit der Kultur der Cannabispflanze zu tun. Bevor die Kultivierung starten kann, muss die Kultur bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung angezeigt werden. Dort wird nochmals der THC-Gehalt geprüft.

Auch die Vermarktung ist für Hanfbauern schwierig. Es gibt nur wenige hanfverarbeitende Betriebe in Deutschland zum Beispiel in der Uckermark und im Badischen. Der Weg bis zur Verarbeitung kann deshalb für manchen Hanfbauern sehr weit sein.

Trotz verschiedener politischer Initiativen in den letzten Jahren plant die Bundesregierung in Deutschland zurzeit nicht, die Anforderungen an die Kultur von Hanfpflanzen zu erleichtern.

Über allem steht immer noch der Verdacht, dass einige Hanfbauern Freiheiten doch dazu nutzen würden, illegale Hanfsorten mit mehr THC zu kultivieren. An dieser Einstellung hat auch die Popularität von CBD Öl in letzter Zeit nichts geändert.

Das führt teilweise dazu, dass es in Europa teilweise schon zu Engpässen bei der Rohstoffbeschaffung für CBD Produkte kommt.

Lohnt sich der Aufwand für den kultivierten Hanfanbau?

Wir bejahen diese Frage definitiv, da sehr viele Menschen inzwischen Cannabidiol zu schätzen wissen. Die Vorteile von CBD liegen dabei auf der Hand. Prinzipiell als Cannabinoid mit sehr ähnlichen Eigenschaften ausgestattet wie das Cannabinoide THC, ist Cannabidiol die sanfte und schonende Schwester von Tetrahydrocannabinol.

Es verfügt über seine Aktivität im menschlichen Körper dabei über ein ähnliches Wirkpotenzial, ohne psychoaktiv zu sein. Es ist daher eher damit zu rechnen, dass CBD als sanftes, aber wirkungsvolles Naturprodukt immer noch populärer werden wird.

Denn bis heute sind noch nicht alle Effekte und Möglichkeiten dieser interessanten Substanz vollständig verstanden worden. Die wissenschaftliche Forschung hat gerade erst begonnen, Cannabidiol als singuläre Substanz für sich zu entdecken.

Länger bekannt im verschreibungspflichtigen Medizinalhanf Cannabis sind Mischungen aus THC und Cannabidiol wie auch synthetische Formen beider Stoffe. Hanfpflanzen anbauen kann deshalb auch in Zukunft für viele Landwirte immer attraktiver werden.

Vielleicht hat die Politik dann am Ende auch ein Einsehen und erkennt die nutz Hanfpflanze als klassische Kulturpflanze wieder an.

Cannabis anbauen und kultivieren

Welche Produkte mit Cannabidiol sind legal?

Viele Nutzer stellen sich diese Frage immer wieder. Ist CBD legal oder nicht? Diese Frage lässt sich nicht eindeutig bejahen oder verneinen. Es kommt zum einen bereits auf die Hanfpflanze in der Kultur an, die für die Kultur zugelassen sein muss, weil ihr THC-Gehalt unter 0,2 % liegt.

Weiterhin kommt es auf die Darreichungsform der angebotenen Produkte an. Beispielsweise dürfen Blüten von Hanfpflanzen nicht an Endverbraucher abgegeben werden.

Sie unterfallen dem regulatorischen Rahmen der gesamten Hanfkultur und sind deshalb nur im gewerblichen Umfeld unter den genannten Voraussetzungen zulässig. Dahinter steckt auch der Gedanke, dass Hanfblüten geraucht werden könnten.

Das Rauchen von Nutzhanfextrakten wie Cannabidiol ist eine zumindest grenzwertige Anwendungsform, wenn nicht eindeutig eine verbotene. Produkte wie Cannabidiol Öl, Kapseln und kosmetische Produkte sind dagegen zurzeit legal im Handel.

Es gibt immer wieder rechtliche Bedenken gegen diese Bewertung, aber als Verbraucher hast Du bei diesen Produkten nichts zu befürchten.

Woran erkennst Du ein hochwertiges Produkt mit CBD?

Zum Beispiel kann der Anbieter Dir unkompliziert Informationen zum Anbau der Hanfkulturen geben, aus denen die Rohstoffe für das jeweilige Hanfprodukt stammen. Das dürfte Dich besonders interessieren, wenn Du Wert auf eine Bio-Kultur legst.

Daneben sind Vollspektrum Produkte die neben Cannabidiol auch Begleitstoffe wie Terpene enthalten als besonders hochwertig anzusehen. Die Begleitstoffe und Cannabidiol können sich nach derzeitiger Auffassung gegenseitig in der Wirkung verstärken.

Für die Extraktion kommt dabei im Wesentlichen nur die CO2-Extraktion in Betracht. Auch das sollte Dir ein seriöser Anbieter nachweisen können. Damit auch die Frage: Ist CBD legal? Dir keine Sorgen machen muss, ist Dir bei einem überzeugenden Anbieter der Zugriff auf Analysezertifikate zum THC-Gehalt möglich.

Mit einem solchen Produkt kannst Du die Vorteile von CBD sehr sorgenfrei genießen, denn ernste Nebenwirkungen sind für Cannabidiol bisher nicht bekannt.

Hinweis

Hinweis und Haftungsausschluss: Auf den Internet-Seiten von wolley.com wird über rezeptpflichtiges Cannabis, rezeptpflichtiges CBD oder freiverkäufliches bzw. legales CBD berichtet. Heil- und Nutzversprechen werden ausgeschlossen. Die Texte machen keinerlei Vorschlag zur möglichen Zweckbestimmung und dienen lediglich der Aufklärung, Weiterbildung und Informationsweitergabe. Sie dienen nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose, Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten. Die hier bereitgestellten Informationen ersetzen in keiner Weise die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Außerdem erheben die Texte weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden empfehlen wir, den Arzt Ihres Vertrauens zu konsultieren.


Über die Autorin Jennifer Schneider
Jennifer Schneider
Diplom-Gesundheitsökonomin, Fachjournalistin für Gesundheit & Medizin, CBD-Expertin Jennifer Schneider schloss 1999 ihre Ausbildung als Ernährungsberaterin ab und arbeitete freiberuflich als Ernährungscoach. Aufgrund ihres großen Interesses an einem gesunden Lebensstil, alternativer Medizin und Botanik entschied sie sich im Jahr 2001 dazu, Ökonomie mit den Schwerpunkten Gesundheitswesen und Gesundheitsökonomie zu studieren. Bereits während des Studiums beschäftigte sie sich viel mit Pflanzen, Pflanzenstoffen und deren potenzieller Wirkung auf den menschlichen Körper. Dabei stand für sie vor allem die Gesundheit und das steigernde Wohlbefinden von Menschen im Fokus. Durch verschiedene Kurse wurde sie auf Cannabispflanzen aufmerksam und erkannte das große Potenzial von CBD. Seit 2015 trägt Jennifer ihr Wissen und ihre jahrelange Erfahrung in den Bereichen Gesundheit, Medizin und Ökonomie in Form von hochwertigen Artikeln, beispielsweise für Wolley zusammen.